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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Die WU zieht um
Die WU platzt aus allen Nähten, die Zahl der Studienanfänger_innen steigt tendenziell seit den letzten Jahren und der Gebäudekomplex entspricht nicht mehr den technischen Anforderungen einer Universität. Deshalb hat sich die WU für einen Neubau entschieden.
Im Oktober 2009 erfolgte der erste Spatenstich für den neuen Campus der WU. Im Zweiten Wiener Gemeindebezirk nähe Messe und Prater werden sechs Gebäudekomplexe errichtet die zukünftig den universitären Raum der WU bilden. In Kooperation mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wurden dafür sechs internationale Architektenbüros für dieses Projekt ausgewählt. Laut Plan soll der Umzug im Herbst 2013 erfolgen.
Der Masterplan hat allerdings auch Lücken. Ein nicht unwesentlicher Kritikpunkt ist, dass die Kapazitäten des neuen Gebäudes nicht für die aktuelle Studierendenzahl ausreichen. Derzeit studieren 26.800 Personen an der WU, der Neubau ist dafür aber nicht ausgerichtet. Es drängt sich die Frage auf, warum das bei den Bauplänen nicht berücksichtigt wurde? Die Kritik von Seiten der Studierende wird immer größer. Das Kapazitätsproblem ist für die WU offensichtlich nicht der Hauptgrund für ein neues Gebäude. Ganz im Gegenteil, es macht den Anschein als ob nicht alle Student_innen erwünscht sind. De facto, weiterführende Bildung für die breite Masse ist nicht erwünscht.
Der VSStÖ spricht sich ganz klar gegen Zugangsbeschränkungen aus. Das kann nur erreicht werden wenn die nötigen Kapazitäten dafür gegeben sind, d.h. ein Universitätsgebäude in dem alle Platz haben. Ein nachhaltigeres Konzept wäre es in den Ausbau der Kapazitäten zu investieren, anstatt in einen zu kleinen Neubau.

