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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Der VSStÖ in der sozialistischen/sozialdemokratischen Bewegung
Der Verband Sozialistischer Studentinnen und Studenten ist ein Teil jener Strömung innerhalb der Sozialdemokratie, die für eine gesellschaftlichen Alternative zu einem kapitalistischen System kämpft. Daher hat der VSStÖ in seinem Verhältnis zur Sozialdemokratie durchgängig eine Position "links von der SPÖ" eingenommen, die konkreten Zielsetzungen variierten dabei allerdings ebenso stark wie die diskutierten Tagesthemen. Jedoch ist die Debatte über die politische Ausrichtung und die Reformierbarkeit der SPÖ ist noch heute von Bedeutung für linke Politik in Österreich. Wir erheben innerhalb der Linken kein Meinungsmonopol für unsere Positionierung, linke Politik ist innerhalb wie auch außerhalb der Sozialdemokratie, innerhalb und außerhalb von Parteien und institutionalisierten Strukturen wichtig und notwendig, auch wenn wir nicht alle Positionen und Formen bejahen.
Die SPÖ ist parallel zur Integration der ArbeiterInnenschaft in die kapitalistische Gesellschaft zu einer mehr oder minder bürgerlichen "Volkspartei sozialdemokratischen Zuschnitts" geworden, deren Charakter neben dem staatstragenden Verantwortungsbewusstsein für einen möglichst konfliktfreien Ausgleich gesellschaftlicher Interessen in erster Linie durch einen starken Bezug zu gewerkschaftlichen und allgemein korporatistischen Politikmustern sowie durch das Fundament einer aufklärerischen Tradition und Geschichte geprägt wird.
Unser Bekenntnis zur Sozialistischen/Sozialdemokratischen Bewegung fußt auf unseren Grundwerten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität und wir betrachten es als große Herausforderung für eine Rückbesinnung der SPÖ auf diese Grundwerte einzutreten.
Die SPÖ muss deshalb ihre Organisationskultur einem tief greifenden Wandel unterziehen, um gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Anforderungen gerecht zu werden. Die Diskussions-, Entscheidungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten sowohl für Mitglieder als auch für SympathisantInnen müssen erweitert werden.

