Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
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Athos, Porthos und Aramis

Ein Schlag auf den Kopf, einer in den Bauch und Elektroschocks an den Zehen. Slumdog Millionaire, der heuer acht Oscars abstauben konnte, beginnt erbarmungslos.

Am Beginn des Films folgt ein rasanter Schnittwechsel zwischen den Schlagszenen und den Aufnahmen eines Millionenshow Studios. Jamal Malik bekommt die Gewalttaten zu spüren und sitzt auch als Teilnehmer bei der indischen Millionenshow. Würde so die Abendgestaltung für Millionenshow TeilnehmerInnen aussehen, wäre es bei Armin Assinger bald leer. Doch wir befinden uns in Mumbai, Millionenstadt mit einer sehr hohen Bevölkerungsarmut. 

„Wie kann ein Slumdog schon alle Fragen wissen?“

Jamal Malik ist gerade dabei 20 Millionen Rupien zu gewinnen. Doch so einfach ist das nicht: Denn wie kann schon einer, der in den Slums aufgewachsen ist, alle Fragen richtig beantworten? Der Moderator, der korrupte Verantwortliche für die Millionenshow, kann dies so gar nicht glauben und lässt Jamal sogleich mit äußerst dubiosen Mitteln von der Polizei verhören. Er hat nicht betrogen und hat für jede richtig beantwortete Frage eine passende Erinnerung parat, warum er sie weiß. Der Regisseur Danny Boyle gewährt dem/der ZuseherIn immer wieder Einblicke in Jamals Vergangenheit.

Jamal schlägt sich als Kind mit seinem Bruder Salim und einem Mädchen names Latika in den Slums von Mumbai durch. Die drei kämpfen wie die Musketiere für ein besseres Leben. Von Mülldeponien gelangen die drei schließlich in ein illegales Camp für Bettelkinder. Die Flucht gelingt jedoch nur den Brüdern. Doch Jamal kann Latika nie vergessen. Ihre Pubertät verbringen die beiden auf Zügen. Durch Gelegenheitsjobs oder Trickdiebstählen können sie überleben. Salim rutscht immer mehr in die Kriminalität ab und Jamal macht sich immer wieder von neuem auf die Suche nach seiner großen Liebe Latika.

Slumdog Millionäre, ein wunderbarer Film, der zum Nachdenken anregt. Darüber wie Straßenkinder jeden Tag aufs Neue ums Überleben kämpfen müssen und wie barbarisch die Erwachsenenwelt sein kann. Auch darüber wie ein Millionengewinn ein Leben verändern kann und dass man/frau Träume niemals aufgeben darf, schon gar nicht jetzt in einer Welt voll von Missständen und politischen, ökonomischen sowie sozialen Katastrophen!

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