Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
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Abgehackte Takte

Der umstrittene Popstar H.C. Strache veröffentlichte vor kurzem seine zweite Single „Viva HC“. Doch wie steht er zu seinem Werk? Wir haben einen exklusiven Auszug aus dem Tagebuch des Künstlers.

Wien, 30. September 2008:
Ich bin gescheitert. Wein und Gesang gemeinsam mit den Freunden von der Kameradschaft IV sind nur ein schwacher Trost für meine schlimmste Niederlage. „Viva HC“ ist ein totaler Flop. Aber große Genies wurden schon immer missverstanden. Dass mittlerweile sogar der Herbert (Kickl, Anm. d. Red) nicht mehr an mich glaubt, kränkt mich aber schon. Dabei hat er vor zwei Jahren noch gesagt: „Mach dir nix draus, Heinz-Christian, die sind doch nur neidisch“. Damals ist grad meine erste Platte rausgekommen, der „HC-Rap“. Toll war das, endlich hab ich dieses amerikanische Rap-Zeug einmal so richtig eindeutschen können. Klingt ja auch viel schöner. Aber der Standard, dieses linksextreme Kommunistenblatt, hat damals einen Aufruf GEGEN MICH gestartet. Und dass die Raps, die dort eingeschickt worden sind, alle ein bisschen besser waren als meiner, liegt nur daran, dass das sicher alles arbeitsscheue Sozialschmarotzer waren, die den ganzen Tag nichts zu tun haben.
Das wollte ich nicht nochmal. Für „Viva HC“ habe ich deswegen extra recherchiert und in meinem Volksempfänger Radio immer Ö3 eingestellt, damit ich den Geschmack der Masse treffe. Ich bin sogar extra aufs Donauinselfest, um mir anzuschauen, wie die anderen Bands das so machen. Diese „Luttenberger Klug“ sind schon beeindruckend, das hat mich sehr inspiriert. Und so habe ich auch „Viva HC“ angelegt: Begeisterte Sprechchöre, krachende Gitarren – damit es richtig fetzt und rockt, da hüpft die Meute. Da ist es doppelt schade, dass es diesmal nicht für eine CD-Präsentation in der Nachtschicht gereicht hat, aber der Herbert hat gesagt: „Heinz Christian, das machen wir nicht.“ Und dass es nur zu meinem Besten ist. Was er damit meint, weiß ich nicht. Egal. Ich hab mir jedenfalls schon einen Slogan für den nächsten Wahlkampf überlegt: „Wenn wir dritte werden, gehe ich auf Tournee“.

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