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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Marie Curie
„Ich gehöre zu denen, die die besondere Schönheit des wissenschaftlichen Forschens erfasst haben. Ein Gelehrter in einem Laboratorium ist nicht nur ein Techniker, er steht auch vor den Naturvorgängen wie ein Kind vor einer Märchenwelt.“ 1933 in Madrid, zitiert in: „Das strahlende Metall“ von Wilhelm Strube, S. 169
Marie Curie war die erste Frau, die an der Sorbonne lehrte (Lehrstuhl für allgemeine Physik) und ist die bisher einzige, die zwei Nobelpreise erhielt. Für die Untersuchung der von Henri Bequerel entdeckten Strahlung von Uranverbindungen wurde ihr 1903 anteilig der Nobelpreis für Physik zugesprochen. 1911 erhielt sie den Nobelpreis für Chemie für die Entdeckung der Elemente Polonium und Radium. Sie wählte den Namen „Polonium“ um ihrem Herkunftsland Polen, wo sie 1867 geboren wurde, ein Geschenk zu machen.
Als sie sich um die Aufnahme in die Académie des sciences (Pariser Akademie der Wissenschaften, versammelte besonders herausragende ausländische und französische WissenschafterInnen) bemühte, wird sie aufgrund ihres Geschlechts abgelehnt und von der rechten Boulevardpresse verleumdet, worunter sie den Rest ihres Lebens leidet.
Während des ersten Weltkriegs entwickelt sie einen Röntgenwagen, der es ermöglicht, verwundete Soldaten in der Nähe der Front zu untersuchen und beteiligt sich an der Schulung der notwendigen TechnikerInnen und KrankenpflegerInnen.
1920 lernt sie Marie Melony, Herausgeberin eines amerikanischen Frauenmagazins, kennen. Diese sammelt 100.000 Dollar für sie, damit sie ein Gramm (!) Radium isolieren lassen und ihre Forschungsarbeiten wieder aufnehmen kann. 1921 unternimmt Marie Curie eine Ameriakreise, wo sie verschiedene Frauencolleges besucht, die im Rahmen der Kampagne Melonys für sie gespendet hatten. Die amerikanischen Medien berichten von ihr überwiegend als „weibliche Heilende“ und rücken ihre Rolle als Wissenschaftlerin in den Hintergrund. Von 1914 zu ihrem Tod 1934 war Marie Curie als Leiterin des Radiuminstituts in Paris tätig. 1935 erhält ihre Tochter den Nobelpreis für die Synthese neuer radioaktiver Elemente.

