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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Lauscht da jemand?
Unter den Deckmänteln Sicherheit und StammkundInnenvorteile versuchen Firmen und Staaten an persönliche Daten zu gelangen.Personen, Organisationen oder Behörden, die diese Entwicklung vorantreiben kommen für die Big Brother Awards in Frage.
Am 26. Oktober 1998 wurden in London die erstenPreisträgerInnen ausgezeichnet. Ein Jahr darauffand zum ersten Mal die Österreich-Ausgabe statt.Seitdem werden die Negativpreise jährlich an bersondersdreiste VorantreiberInnen der Überwachungund Bevormundung verliehen. Über Monate hinwegwerden Vorschläge eingereicht, aus denen eine Jurydie Nominierten in mehreren Kategorien auswählt.Doch wer bekommt die Auszeichnung und wofür?
Videoüberwachung
Die Wiener Linien bekamen einen Award für „populistischeÜberwachungspolitik“. Liese Prokop für dieInstallation von Überwachungskameras in Wahlkampfzeitenauch und letzten Oktober erst die Taxi-Innung für die Kontrolle der FahrerInnen, mit Infrarot-Sitzkontakten und Videoüberwachung. Dochneben diesen „klassischen Delikten“ sorgte ein Gesetzimmer wieder für Auszeichnungen.
BilDoGe
Seit 2003 ist das Bildungsdokumentationsgesetz(BilDoGe) in Kraft. Darin wird die Speicherung vonSchülerInnen- und Studierendendaten für 60 Jahrefestgeschrieben, zum Beispiel Klassenbucheintragungenoder Fehlstunden in Verbindung mit der Sozialversicherungsnummer. Die damalige BMinGehrer bekam dafür drei mal hintereinander den Lifetime-Achievement-Award (2002-2004), worauf dieser in „Lebenslanges-Ärgernis-Elisabeth-Gehrer-Preis für die nachhaltigste Annäherung an die Romanvorlage 1984“ umbenannt wurde. Doch damitnicht genug: die aktuelle UnterrichtsministerinSchmied erhielt 2007 die Auszeichnung (in der KategoriePolitik) für die Nicht-Änderung des Gesetzes.
Schweinsohren, Kakerlaken, Helmi, C.S.I.
Weitere auffallende PreisträgerInnen sind der Autorder Fernsehserie C.S.I. für die „Aushebelung vonBürgerInnenrechten als Unterhaltungsprogramm“oder das zentrale Melderegister. Sogar Helmi (Augenauf, Ohren auf...) bekam schon einen Big BrotherAward verliehen. Einfallsreich sind auch die Preise,so wurden den GewinnerInnen schon Kakerlakenoder Schweinsohren zugeschickt.Vorschläge für die BBA 2008 können bereits unterwww.bigbrotherawards.at abgegeben werden.

