Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

Kommentar der Frauensprecherin:Sieben.

An dieser Stelle wurde schon öfter über Quoten geschrieben. Allerdings bietet es sich in Tagen wie diesen auch immer wieder an, seit Minister Hahn im letzten Jahr im Zuge der Novelle zum Universitätsgesetz eine verpflichtende Frauenquote von 40 Prozent in allen Gremien angekündigt hat.

Das betrifft vor allem den Senat, das einzige halbwegs demokratisch besetzte Gremium in der Univerwaltung, und hier vor allem die Kurie der ProfessorInnen. Am 31.3. hat Gerhard Clemenz, Senatsvorsitzender der Uni Wien, seine Sorge über die Durchführbarkeit dieser Quotenregelung kundgetan. Allerdings denkt er da nicht an seine eigene Uni, sondern eher an seine KollegInnen der technischen Universitäten.

Dort ist nämlich keine einzige Professorin im Senat. Ein Blick auf die Anzahl an Professorinnen gibt Aufschluss: An der gesamten TU existieren nur sieben Professorinnen, im Gegensatz zu 130 Professoren. Das entspricht einem Frauenanteil von unglaublichen fünf Prozent.

Ist die Sorge von Clemenz berechtigt? Der Gute vergisst, dass die Einführung einer Quote genau solche Missstände aufzeigen soll. Die faule Ausrede, dass es nicht genug qualifizierte Frauen gäbe, kann ich einfach nicht mehr hören. Immerhin finden sich auch unter dem wissenschaftlichen Personal der TU Wien 117 Frauen. Dass von denen dann schließlich nur sieben Frauen Professorinnen werden, liegt einzig und allein an Männernetzwerken und ist keine Frage der Qualifikation.

Und, lieber Herr Clemenz: Das Wort für die armen Männer anderer Universitäten zu ergreifen ist schlicht und ergreifend peinlich!

blank info