Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
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Kommentar der Frauensprecherin: Elefantinnen.

Frauen und ihre politischen Anliegen waren erfreulicherweise in diesem Nationalratswahlkampf zumindestens ein Thema. Frauen waren bei dieser Wahl immerhin auch die Mehrheit der WählerInnen. Den meisten Parteien unterstelle ich diese Tatsache als einzigen Grund für ihre so genannten frauenpolitischen Anliegen während des Wahlkampfes. Ein tatsächliches frauenpolitisches Programm, oder sogar ein feministisches, findet sich bei den wenigsten Parteien.

Spannend war hier die Elefantinnenrunde aller Spitzenpolitikerinnen im Fernsehen zu beobachten. Es gab viele Punkte, in denen sie sich einig waren. Einer davon war, dass es zu wenig Frauen im Parlament und in der Politik im Allgemeinen gibt.
Diskrepanzen gab es dann erst bei der Frage nach der Lösung dieses Problems.

Aus der schwarz/blau/orangen Ecke kam da eine ganz deutliche Maßnahme, nämlich: nichts tun. Eine Quote würde da nicht helfen, da sich keine Frau gerne auf ihr Geschlecht reduzieren lassen würde und die Gleichberechtigung nicht durch Zwang erreicht werden sollte. Die Parteien könnten ja zum Beispiel einfach genug Frauen ins Parlament setzen, da waren sich die Rechts-Konservativen einig. Na wenn das so einfach ist, sehen wir uns doch das Geschlechterverhältnis im neu gewählten Parlament an: 51 Frauen werden gegenüber 132 Männern vertreten sein. Bei der ÖVP sitzen 21 Frauen zu 36 Männern im Hohen Haus. Noch besser haben FPÖ und BZÖ ihr Vorhaben verwirklicht: Hier steht es 6 Frauen zu 28 Männern, beziehungsweise zwei zu 21.

Ein anschauliches Beispiel dafür, dass in der Frauenpolitik Lippenbekenntnisse eben nichts anderes sind als heiße Luft. Nur gesetzliche Maßnahmen und Regulative können tatsächlich etwas an dieser ungerechten Männerwelt verändern.

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