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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Es gibt ein Missverständnis...
Was wäre das für eine Welt? Eine Welt, in der Menschen für ihren Platz in der Gesellschaft biologisch selektiert würden. In der sie über bestimmte körperliche Merkmale verfügen müssten, um über eine Decke aufzusteigen, die unsichtbar ist. Alle anderen müssten sich mit Plätzen darunter begnügen und der Beitrag den sie darüber hätten leisten können ginge verloren. Was wäre das für eine Welt, in der diese Decke Menschen, nur weil sie Frauen sind, zurückhalten würde?
Es ist unsere Welt.
Es gibt ein Missverständnis, das sowohl bei Männern, als auch bei Frauen zu finden ist. Der Kampf für die Gleichberechtigung von Frauen wird oft als Kampf der Geschlechter untereinander missverstanden.
Vielmehr ist die Gleichberechtigung von Frauen aber eine Sache zum Wohle beider Geschlechter, denn Fortschritt kann nur stattfinden wenn Männer und Frauen gleichermaßen an einem gemeinsamen Strang ziehen. Dieser Gedanke des Kampfes Seite an Seite sollte der Leitgedanke für eine gleichberechtigte, moderne Welt sein. Solange Frauen von der Gläsernen Decke aus verschiedensten gesellschaftlichen Kreisen ausgeklammert werden, können sie ihren vollen Beitrag nicht leisten.
Ein gutes Beispiel bietet hier die Universität. Bis auf wenige Fakultäten studieren in den meisten Studienrichtungen bereits mehr Frauen als Männer. Bei den ProfessorInnen dominieren hingegen immer noch sehr stark die Männer, wodurch sich die „akademische Spitze“ nur noch aus einem Teil, mitunter aus einer Minderheit rekrutiert.
Im Ergebnis muss das zur Nivellierung möglicher Potentiale führen, wodurch alle Studierenden und der gesellschaftliche Fortschritt leiden.
Aus diesen Gründen ist es auch völlig gleichgültig ob ein Mann oder eine Frau diesen Artikel hier schreibt, denn wir kämpfen für dieselbe Sache aus denselben Gründen.

