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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Master: Du nicht!
Wenig überraschend will sich die Mehrheit der WU Studierenden nicht mit einem Bachelor-Abschluss begnügen.
Die österreichischen Hochschulen sind chronisch unterfinanziert. Zu wenig Geld für zu viele Studierende. Die Universitäten, an ihrer Spitze Rektor Badelt (WU), suchen ihr Heil in Zugangsbeschränkungen aller Art.
Unter dem Begriff Zugangsbeschränkungen sind alle Maßnahmen zu verstehen, die Studierenden den weiteren Studienfortschritt absichtlich und bewusst erschweren. Dazu zählen die Knock-Out-Prüfungen im 1. Studienabschnitt genauso wie die Sequenzierungen bei den SBWL’s oder die geplanten Aufnahmeverfahren bei den Masterlehrgängen. Mit all diesen Mitteln wird versucht, die Zahl der Studierenden zu minimieren.
Unter http://www.wu-wien.ac.at/lehre/studienangebotaktuell/master kannst du nachlesen, was die WU genau plant.
Was fordern wir?
- Das Rektorat soll sich für mehr Geld anstatt für mehr Zugangsbeschränkungen einsetzen.
- Wir brauchen mehr SBWL-Plätze.
- Der Master muss frei bleiben und soll zum Regelabschluss werden.
- Schluss mit den Knock-Out-Prüfungen im 1. Studienabschnitt. Die Pläne in der UG-Novelle 09 zu Studieneingangsphasen und Zugangsbeschränkungen sind abzulehnen.
Um der Gefahr von Zugangsbeschränkungen zu begegnen, haben wir im vergangenen Wintersemester eine Umfrage gestartet. Wir wollten wissen, wie viele von euch ein Aufbaustudium (etwa einen Masterlehrgang) anstreben. Je größer diese Zahl, desto größer die Gefahr durch Zugangsbeschränkungen, weil sich mehr Studierende um wenige Plätze bewerben. Je mehr wir darüber wissen, desto besser ist unsere Verhandlungsposition gegenüber dem Rektorat.
Wie sind die Ergebnisse zu bewerten?
Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. Etwa 92% der Studierenden auf der WU wollen ein Aufbaustudium anschließen. Hochgerechnet auf 24.000 Studierende ergibt das einen gewaltigen Bedarf an zusätzlichen Doktorats- und Masterlehrgängen. Es ist wahrscheinlich, dass das Ergebnis leicht nach oben ausreißt. Andere Erhebungen gehen davon aus, dass etwa 80% aller Bachelor-Studierenden auch einen Master anstreben. Nichtsdestotrotz besteht akuter Handlungsbedarf. Bis dato haben an unserer Umfrage etwa knapp 200 Menschen teilgenommen. Um die Repräsentativität noch weiter zu steigern, werden wir aber auch dieses Semester dran bleiben.

