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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Kommentar Politikwissenschaft: Unsere Uni geht unter, die Powi begehrt auf!
Zwei Hörer_innenversammlungen, ein lautstarker Protestzug, zwei Institutsversammlungen und unzählige Arbeitsgruppentreffen von Studierenden und Lehrenden. Es ist offensichtlich: Auf der Politikwissenschaft regt sich Widerstand!
Die Studienbedingungen sind schon ewig miserabel, das viertgrößte Studium der Universität Wien ist seit Jahren unterfinanziert. Eine dauerhafte Mängelverwaltung, welche sich darin manifestiert, dass 60% der Lehre von unterbezahlten externen Lektor_innen bestritten wird, viel zu wenig Personal auf viel zu kleinem Raum arbeiten muss und besonders bei Pflichtveranstaltungen ein angesichts der Nachfrage der Studierenden lachhaftes Lehrveranstaltungsangebot existiert. All dies sind keine Neuigkeiten, wenngleich sich die Lage mit der Umstellung vom Diplom- auf den Bachelor/Master-Studienplan weiter zugespitzt hat. Bis dato wurde all das Ungemach meist wortlos hinuntergeschluckt.
Doch mit diesem Semester begann sich die Lethargie zu verflüchtigen: Hunderte partizipierten bei den vielfältigen Protestveranstaltungen, nahmen an Planungs- und Arbeitstreffen teil oder schlossen sich dem Protestzug der Powi-Studierenden an. Das Rektorat hat begonnen, die Entwicklung ernstzunehmen, hat bei einigen kleineren Punkten bereits nachgegeben und versucht mit unverbindlichen Versprechungen, weiteren Protesten den Wind aus dem Segeln zu nehmen.
Erreicht ist nicht viel, der Schwung der letzten Wochen, welcher sich auch aus dem Unmut des Semesterbeginns nährte, wird vermutlich vorläufig etwas nachlassen. Doch es geht darum, den Vernetzungsaspekt der letzten Wochen weiter zu verfolgen. Das Zusammenfinden von Studierenden, die Vernetzung mit Lehrenden, das gemeinsame Fragen nach Selbstbestimmung über Arbeits- und Lebensbedingungen an der Universität und die Verbindungen mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen muss gestärkt und dauerhaft weitergeführt werden.
In diesem Sinne wird es in den nächsten Wochen weitere Arbeitsgruppentreffen, eine weitere Institutsversammlung, eine uni-weite Hörer_innenversammlung und noch einiges mehr geben. Der Kampf geht also weiter!

