Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

Kommentar der Frauensprecherin: Warum nicht gleich?

Über die Präsenz von Frauen in der Öffentlichkeit wird viel geschrieben und gesprochen. Eigentlich sind sich fast alle Seiten außer rechts und rechter einig, dass zu wenige Frauen in den verschiedensten Bereichen vertreten sind.

Am allermeisten wird darüber auf den Universitäten und in der Politik gesprochen. Da ist die Rede von verpflichtenden Quoten, die sehr zu befürworten sind. Wenn wir uns die politische Landschaft in Österreich allerdings anschauen, wird schnell klar, dass diese wohl noch in weiter Ferne liegen. Mit einer mehr als konservativen Truppe als mehrheitsnotwendige Kraft können wir wohl noch mehrere Jahrhunderte auf diese wichtige Maßnahme warten.

Oft scheint Frauenförderung nichts anderes als ein Lippenbekenntnis zu sein. Sei es an der Uni Wien oder bei Parteien. Weder die ProfessorInnenkurie bei der Neubesetzung des Senats noch die SPÖ bei den Parlamentsabgeordneten erreichen einen Frauenanteil von 40 Prozent.. Es reicht nicht, nur utopische, wenn auch wünschenswerte Forderungen zu stellen. Frauen müssen in den eigenen Handlungsspielräumen gefördert werden.

Das ist der Grund, warum der VSStÖ seit Jahren weibliche Vorsitzende hat und warum wir Spitzenkandidatinnen für die ÖH Wahlen haben. Für uns ist das ein starkes Zeichen, in der männerdominierten Politik und Wissenschaft Frauen in der ersten Reihe zu haben. Für uns ist die Gleichberechtigung von Männern und Frauen nicht nur eine Forderung für die Zukunft, sondern eine direkte Handlunganweisung. Weil wir heute anfangen müssen, um morgen etwas verändert zu haben.

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