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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Frauenpolitik, die wirkt.
Ein kurzer Rückblick auf die feministische Geschichte der Österreichischen HochschülerInnenschaft.
Die frühen Jahre
An der Universität Klagenfurt wurde im Jahr 1979 auf Antrag der autonomen Unifrauengruppe ein Frauenreferat in der HochschülerInnenschaft installiert. Dieses war auf Referatsebene die erste Studentinnenvertretung in Österreich. Die Tätigkeiten erstreckten sich von der Organisation von Demos zum 8. März über die Einführung von Frauentutorien bis zur Gründung einer feministischen Zeitschrift.
Im Jahr 1985 wurde dort die zweite Frauensommeruniversität veranstaltet, auf der alle Frauen Gelegenheit hatten, zahlreiche Workshops, Vorträge, Arbeitsgruppen und vieles mehr zu besuchen. Dieses Projekt von Frauen für Frauen wurde bis 1990 in verschiedenen Unistädten von den jeweiligen ÖH-Frauenreferaten in Zusammenarbeit mit autonomen und institutionalisierten Frauenorganisationen fortgesetzt. Es bot die Gelegenheit, sich mit neuen Ideen und Projekten zur Erreichung einer geschlechtergerechten Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Bundesweiter Umbruch
Nach 50 Jahren, in denen die ÖH von ÖVP-nahen Exekutiven beherrscht wurde, stand ab 1995 erstmals eine Frau an der Spitze: Agnes Berlakovich, die Spitzenkandidatin des VSStÖ, wurde Vorsitzende des damaligen Zentralausschusses. Eines der ersten sichtbaren Zeichen des neuen feministischen Bewusstseins in der Exekutive gemeinsam mit fünf anderen Fraktionen war die Umbenennung der Österreichischen Hochschülerschaft in Österreichische HochschülerInnenschaft. Das allgemeinpolitische Mandat wurde stark wahrgenommen, das zeigte sich auch im Kampf gegen chauvinistische Entwicklungen in der Gesellschaft.
Lauter Frauen, lauter!
Unterbrochen durch eine AG-Exekutive von 1997-2001, erreichten die linken Fraktionen durch die Proteste gegen Schwarz-Blau und die Studiengebühren einen Erdrutschsieg. Daraufhin folgten drei Exekutivperioden der VSStÖ/GRAS-Koalition, in denen viele feministische Projekte durchgeführt wurden. Eines der arbeitsintensivsten war sicherlich die „Women, fight back!“-Broschüre, die über die Situation von Frauen an der Universität sowie über wichtige Einrichtungen und Beratungsstellen für Studentinnen informiert. Nach langer Unterbrechung wurde auch das Projekt der Frauensommeruniversität im Jahr 2007 unter dem neuen Namen FrauenFrühlingsUni wieder aufgenommen. Andere frauenpolitische Veranstaltungen wie Ringvorlesungen oder Diplomarbeitscoachings für Frauen wurden organisiert, feministische Initiativen unterstützt und Aktionen, wie das Auflegen von antisexistischen Bierdeckeln in Lokalen, durchgeführt.
Bis heute setzt sich der VSStÖ für ein aktives Frauenreferat ein, das sowohl Missstände an der Uni bekämpft als auch für Frauen relevante gesellschaftpolitische Themen aufgreift, denn: Wir warten nicht auf´s Happy End!

