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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Wie wird richtig zitiert
Grundsätzlich ist jegliche Form der Übernahme von Information bindend als Zitat zu kennzeichnen, egal ob sich dabei um empirische Daten, theoretische Überlegungen oder auch nur um kreative Ideen handelt. Bei der Art der Kennzeichnung werden zwei gängige Formen der Zitierung unterschieden: Das Zitieren im Text (angelsächsische Methode) und das Zitieren per Fuß- oder Endnote (konventionelle Methode).
Beim Zitieren im Text wird direkt nach dem Zitat im Text die entsprechende Quelle in Klammern angeführt. Zur besseren Lesbarkeit wird jedoch nur AutorIn, Erscheinungsjahr und Seitenzahl des Werkes angegeben, z.B. (Sassen 1991, 89). Die vollständiege Quellenangabe erfolgt im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit, z.B. Sassen, Saskia: „The Global City: New York, London, Tokyo“, Princeton/New York 1991. Dort werden alle verwendeten Quellen alphabetisch nach den AutorInnen aufgelistet.
Beim Zitieren per Fuß- oder Endnoten wird die Quelle am unteren Rand der Seite (Fußnote) oder am Dokumentende (Endnote) ausgewiesen und mit einer Nummer der Textstelle zugeordnet. Textverarbeitungsprogramme wie MS Word verfügen über eine entsprechende Funktion (Einfügen > Fußnote), die die Handhabung enorm erleichtert. Wird am Ende der Arbeit ein Quellenverzeichnis angehängt, genügt der im Inneren der Arbeit der Kurzbeleg (Name, Jahreszahl, Seitenangabe), ansonsten sind in der Fußzeile bzw. Endnote alle relevanten Angaben zum/r VerfasserIn anzuführen.
Für welche Zitierweise, angelsächsische oder konventionelle Methode, man sich entscheidet, ist Geschmackssache. Allerdings sollte man innerhalb einer Arbeit einheitlich zitieren.
Achtung! Manche Institute/LV - LeiterInnen verlangen eine bestimmte Zitierweise. Auskünfte darüber findest du auf den jeweiligen Homepages bzw. direkt in den LVs.
Direkte und indirekte Zitate
Direkte Zitate sind wörtlich übernommene Textpassagen ab einer Länge von bereits drei Worten. Sie sind deutlich vom Text abzuheben, etwa durch Anführungszeichen und Kursiv-Schreibung. Längere wörtliche Zitate ab drei Zeilen sind darüber hinaus als eigener Absatz mit einer Einrückung zu platzieren. Ihre Herkunft ist eindeutig zuordenbar und möglichst exakt anzugeben.
Besonders für direkte Zitate gelten im wesentlichen vier Kriterien:
- Exaktheit: So werden zum Beispiel auch Fehler im Zitat übernommen und als Original-Fehler mit [sic] gekennzeichnet. [sic] wird in eckigen Klammern geschrieben und bedeutet „wirklich so“.
- Unmittelbarkeit: Die Quelle eines Zitates sollte möglichst der
Originaltext sein. - Zweckmäßigkeit: Zitate sollten einen konkreten Zweck haben, zum Beispiel Untermauerung/Widerlegung eines Gedankens.
- Unterscheidbarkeit: Es sollte auf den ersten Blick klar sein, ob es sich bei einer Textpassage um Gedanken der VerfasserInnen oder um ein Zitat handelt.
Indirekte Zitate sind sinngemäße, mit eigenen Worten zusammengefasste Überlegungen anderer. Wessen Überlegungen wiedergegeben werden und woher diese entnommen wurden, ist ebenfalls eindeutig zuordenbar wiederzugeben. Indirekte Zitate werden mit dem Vermerk „vgl.“ (für „vergleiche“) belegt. Sie brauchen nicht optisch hervorgehoben werden.

