Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

Richtiges zitieren aus den verschiedenen Quellen

Es gibt verschiedene Typen von Quellen, bei welchen jeweils spezifische Regeln beachtet werden müssen. So benötigen Zitate aus Sammelbänden andere Angaben als Monographien (Büchern mit einem/einer AutorIn), Zitate aus Zeitschriften sehen anders aus als Zitate von Websites.

Im Folgenden finden sich Zitierregeln und Beispiele dazu für jeweils unterschiedliche Quelltypen. Zu beachten ist, dass die Beispiele jeweils die lange Form zeigen, die jedenfalls im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit anzuführen ist. Im Inneren einer Arbeit genügt der Kurzbeleg, der aus AutorIn, Jahreszahl und Seitenangabe besteht.

Zitieren aus selbständigen Schriften

Monographien
NAME, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel. Untertitel. ggf. Band, Erscheinungsort: Verlag, Seite

Becker, Howard S.(1994): Die Kunst des professionellen Schreibens. Ein Leitfaden für die  Geistes- und Sozialwissenschaften, Frankfurt/NY: Campus Verlag, S. 56.

Bis zu drei AutorInnen
Die Namen werden durch Schrägstriche getrennt, alles weitere funktioniert wie bei Zitaten aus Monographien.

Adorno, Theodor W./Horkheimer, Max (2003): Dialektik der Aufklärung.     
Philosophische Fragmente. Frankfurt: Fischer Verlag

Zitieren aus unselbständigen Schriften

Zitieren aus einem Sammelband
NAME, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel des Aufsatzes. Untertitel. In: HerausgeberInnen (Hg.): Titel des Sammelbandes. ggf. Band, Erscheinungsort: Verlag, Seiten

Maissen, Thomas (1998): Eigentum oder Bürger? Haushalt, Wirtschaft und Politik im antiken Athen und bei Aristoteles. In: Held, Martin/Nutzinger, Hans G. (Hg.): Eigentumsrechte verpflichten. Individuum, Gesellschaft und die Institution Eigentum. Frankfurt/NY: Campus Verlag, S. 65-84.

Artikel in Zeitungen/Zeitschriften
NAME, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel des Beitrags, In: Zeitung (ggf. in gebräuchlicher Abkürzung), Jahrgang  Nummer, Seitenzahl.

Mitterndorfer, Herbert (1979): Wetterhaus der Konjunktur, in: SN, 35 Nr.
255, S. 1-2.

Dokumente aus dem Internet
AutorIn (Erscheinungsjahr): Titel des Artikels, URL. (download:
Datum)

Perger, Werner A. (2005): Wahlen im Terrorland.              
www.zeit.de/2005/16/baskenland (dl: 14.04.06)

Sekundärzitate

Wenn ein Zitat nicht aus der Originalquelle entnommen wird, sondern z.B. aus Fachliteratur, sollte es nach Möglichkeit geprüft werden. Sollte dies nicht möglich sein, wird im Anschluss an den Beleg der Originalquelle zusätzlich die vorhandene Quelle angegeben (mit dem Kürzel: zit. n., Zitiert nach):

AutorIn des Originaltextes (Erscheinungsjahr): Titel. Untertitel. Erscheinungsort: Verlag, Seite. Zit. n.: AutorIn des Sekundärtextes (Erscheinungsjahr): Titel. Untertitel. Erscheinungsort: Verlag, Seite.

Fehler im Originaltext

Etwaige Fehler im Originaltext werden übernommen, nicht korrigiert. Die Kennzeichnung des Fehlers erfolgt duch das Kürzel [sic] nach dem fehlerhaften Wort, um zu belegen, dass der Fehler duch den Originalautor entstanden ist.

Kürzung von Zitaten

Beim Kürzen von Zitaten darf der Sinn keinesfalls verfälscht werden. Kürzungen werden durch drei Punkte in eckigen Klammern [...] kenntlich gemacht, egal ob es sich nur um ein Wort,  oder um ganze Passagen handelt.

Indirekte, sinngemäße Zitate

Sinngemäße Zitate sollten stilistisch durch den Konjunktiv zu erkennen sein und durch Verben des meinens oder sagens eingeleitet werden.

X vertritt die Position, dass; Y ist der Ansicht, dass; Z geht davon aus, dass ... Dem Quellenverweis wird ein vgl. (für „vergleiche“) vorangestellt.

Karl-Dietrich Bünting ist der Meinung, dass in schriftlichen Arbeiten nicht zu oft    zitiert werden sollte (vgl. Bünting 2000, 67).

Beim Beispiel für indirekte Zitate wurde die angelsächsische Methode (auch Harvard-Beleg genannt) mit dem Zitat im Text verwendet.  Natürlich kann auch hier per Fußnote zitiert werden.

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