Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

Formaler Aufbau

Der formale Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit sollte mindes-
tens folgende Bestandteile enthalten:

  1. Deckblatt:
    •   Titel/Thema der Arbeit
    •   Name, Matrikelnummer, Studienkennzahl. des/der VerfasserIn
    •   LV-Typ, LV-Name, LV-LeiterIn, Semester in der die LV stattfindet  
  2. Inhaltsverzeichnis bzw. Gliederung mit Seitenangaben
  3. Abbildungsverzeichnis (wenn Abbildungen vorhanden)
  4. eventuell Vorwort
  5. Einleitung
  6. Hauptteil
  7. Schluss
  8. Bibliographie: Alphabetisch sortiertes Verzeichnis der gesamten zitierten und verwendeten Literatur

Formatierung

Geeignete Programme für das Verfassen einer wissenschaftlichenArbeit sind Textverarbeitungsprogramme wie MS Word oder Open- Office. Als Schriftart eignen sich Standardschriftarten wie Times New Roman, Arial, o.ä. in einer Schriftgröße 12 bei eineinhalbfachem Zeilenabstand. Blocksatz und aktivierte Silbentrennung erzeugen ein schönes Schriftbild, hervorgehobene (Zwischen-)Überschriften verdeutlichen die Gliederung. Ebenso Standard sind eine fortlaufende Seitennummerierung und eine formal einheitliche, korrekte Zitierweise. Wissenschaftliche Arbeiten zeichnen sich im Allgemeinen durch eine nüchterne, seriöse Gestaltung aus. Auf dekorative Bildchen oder „kreative“ Schriften kann getrost verzichtet werden.

Spezifische Vorschriften

Manche Institute, bzw. LV - LeiterInnen haben strenge Formvorschriften für die optische Gestaltung einer wissenschaftlichen Arbeit. Diese sind meist auf den jeweiligen Homepages zu finden und werden in den Lehrveranstaltungen näher erläutert.

Geschlechtergerechtes Formulieren

Geschlechtersensibilität ist in den Sozial- und Kulturwissenschaften mittlerweile fest verankert. Wissenschaftliche Arbeiten werden daher in geschlechtergerechter Sprache (z.B. „WissenschaftlerInnen“ oder „Wissenschaftler/-Innen“) verfasst.
Geschlechtergerechtes Formulieren ist keine Pingeligkeit einiger Feministinnen, sondern eine sinnvolle Notwendigkeit auf dem Weg zu einer chancengleichen Gesellschaft. Sprache bestimmt maßgeblich unser Denken. Was in gesprochener und geschriebener Sprache nicht vorkommt, findet auch keinen Eingang in das
Gedächtnis. Die systematische sprachliche Diskriminierung von Frauen hat zur Folge, dass sie als handelnde Akteurinnen schwächer im Bewusstsein der Menschen verankert sind als Männer. Damit wird strukturelle Ungleichheit verfestigt.
Mehr zum geschlechtergerechten Formulieren findest du hier.
An einigen Instituten/Bei einigen LV - LeiterInnen ist bei Nichtverwendung geschlechtersensibler Sprache bei Seminararbeiten mit Punkteabzügen zu rechnen.

Inhaltlicher Aufbau

Grundsätzlich soll jede wissenschaftliche Arbeit eine übersichtliche und in sich geschlossene Gliederung aufweisen. Einzelne Teilaspekte sollen logisch aufgebaut und in das Gesamtkonstrukt eingefügt sein sowie keine inhaltlichen Überschneidungen bzw. Wiederholungen enthalten. Die Gliederung muss vollständig sein, das heißt alle wesentlichen, das Thema betreffenden Informationen, Faktoren oder Zusammenhänge müssen verarbeitet werden.

Der einleitende Abschnitt sollte neben einer kurzen Beschreibung der inhaltlichen Zielsetzung, Anhaltspunkte zur Einordnung des Themas in übergeordnete Themenkomplexe liefern. Ebenso sollte kurz erläutert werden, warum die vorliegende Gliederung für die Arbeit gewählt wurde.
Der Hauptteil setzt sich inhaltlich mit der Thematik auseinander. Positionen, Schlussfolgerungen und Feststellungen müssen anhand der Literatur argumentativ untermauert werden. Das Thema soll klar strukturiert, logisch aufeinander aufbauend und durch Teilüberschriften strukturiert werden.
Der Schlussteil soll abrundenden Charakter haben und die einzelnen Ergebnisse kurz zusammenfassen (Resümee). Wichtig hierbei ist, dass keine neuen Fragestellungen aufgeworfen werden. Zu vermeiden sind Aussagen, wie „ich denke, dass ....“, da diese Behauptungen nicht wissenschaftlich belegbar sind.

blank info