Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

Warum sind wir FeministInnen?

In Gesellschaft und Universität sind immer noch Männer jene welche meist an den Schalthebeln der Macht sitzen. Werden immer noch geschlechtsspezifische Rollenzuschreibungen vorgenommen und Frauen nach Aussehen anstatt Kompetenz beurteilt. Grund genug dagegen anzukämpfen.

Gerade an den Universitäten haben viele Frauen mittlerweile durch die Erfolge der Feministischen Bewegung das Gefühl, dass sie die Freiheit hätten, alles zu machen oder zu werden, was sie wollen, unabhängig ihres Geschlechts. Dass dem nicht so ist, beweist uns eine Vielzahl an wissenschaftlichen Untersuchungen.

So ist es äußert unwahrscheinlich, dass eine Frau, die in einer nicht-akademischen Familie aufwächst und sozial eher schwach gestellt ist, überhaupt die Gelegenheit hat zu studieren. Auch die Wahl des Studiums ist oftmals von gesellschaftlich auferzwungenen Rollenbildern geprägt. Während sich in den Geistes- und Sozialwissenschaften meist mehr Frauen als Männer finden, zeigt sich in technischen Studienrichtungen ein ganz anderes Bild.

Weiters ist zu beobachten, dass im Verlauf einer wissenschaftlichen Karriere der Frauenanteil stetig sinkt. So machen zwar mehr Frauen den Master/Magister beim Doktorat sinkt dieser Anteil bereits, Professuren sind dann bereits wieder eine Männerdomäne. Dieses Konstrukt gesellschaftlich aufgedrückter
Geschlechterrollen muss aufgebrochen werden. Allen Menschen müssen dieselben Chancen eingeräumt werden seinen/ihren individuellen Lebensentwurf zu verwirklichen.

Kill your Gender!

Von konservativer Seite, von radikalen ReligionsfanatikerInnen und sexistischen WissenschaftlerInnen wird immer wieder propagiert, es gäbe einen „natürlichen Unterschied“ zwischen Männern und Frauen. Doch auch Männer können staubsaugen, genauso wie Frauen wissenschaftliche Arbeiten verfassen können.

Es muss gelingen den „natürlichen Unterschied“ als das zu begreifen was er ist, nämlich ein Konstrukt welches dazu dienen soll Jahrhunderte lang gewachsene Herrschaftsverhältnisse zu legitimieren. Es liegt an uns diese zu dekonstruieren, in diesem Sinne Artikel zu verfassen, Aktionen zu organisierenund auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung nicht zu scheuen.

Half of the sky!
Half of the earth!
Half of the Power!

Doch es reicht nicht aus die Gesellschaft nur zu sensibilisieren es müssen auch konkrete Maßnahmen und Initiativen gesetzt werden. Lösungsansätze für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in der sowohl Männer als auch Frauen miteinbezogen werden müssen verwirklicht werden.

Es bedarf einer Umstrukturierung der österreichischen Universitäten, um endlich mehr Frauen im universitären Lehrbereich finden zu können. Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen aus dem Hintergrund hervortreten, dass die Rahmenbedingungen geschaffen werden um Frauen zu fördern und zu stärken.

Der Startpunkt hierfür ist das eigene Handeln und Wirken, die sprachliche Berücksichtung des weiblichen Geschlechts, die Vermeidung von Klischees und das sichtbar machen oftmals versteckter, bzw. subtiler Diskriminierung. Setzt sich nahtlosfort mit dem Einsatz für Frauenförderungs- und Gleichbehandlungsprogramme an den Universitäten und endet auch nicht bei der lautstarken Forderung nach dementsprechenden Initiativen seitens der herrschenden Politik.

Sisters Unite!

Je mehr Frauen sich den Unterdrückungsmechanismen des patriarchalen Systems bewusst werden und sich im Sinne der Bekämpfung dieser Mechanismen zusammenschließen, desto größer ist die Möglichkeit diese schlussendlich zu überwinden.

Als Möglichkeit diesen Zusammenschluss zu erreichen zu diskutieren, zu lernen und zu kämpfen, bietet sich unter anderem die Frauen Gruppe des VSStÖ (Corraleras) an. Diese trifft sich jeden zweiten Montag, gibt eine Zeitung heraus, setzt Aktionen und Initiativen.

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