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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Bachelor: Kinderkrankheiten
Treffend wurden die Bakk.-Studierenden Politikwissenschaft (POWI) als „Versuchskaninchen“ beschrieben. Bald zwei Semester nach der Einführung des Bakk.- Studienplans fühlen sich viele Studierende der Politikwissenschaft ratlos, vor allem was die Organisation des Studiums betrifft.
Das Informationsdefizit der letzten Wochen rund um Notenvergabe und Erweiterungscurricula ist auffallend. Antworten auf ihre Anfragen haben die meisten Studierenden bis dato nicht bekommen. Nicht auf der Homepage der Studienprogrammleitung (SPL) POWI. Nicht über den Telefonanschluss der SPL. Nicht über die offizielle E-Mail Adresse der SPL. Die E-Learning Plattform vertröstete die Studierenden (bestenfalls) auf spätere Bekanntmachungen.
Verzögerte Notenvergaben
Betroffen ist die VO aus dem WiSe 2007/2008 „Sozialwissenschaften und gesellschaftlicher Wandel: Aktuelle Debatten“. Das Ende der Korrekturfrist für Essays, die beim ersten Termin (30.Jänner) abgegeben wurden, ist auf den 30. April festgelegt. Dies entspricht einer Korrekturzeit von sechs Wochen - Ferien exklusive. Tatsache ist, dass bis dato zahlreiche Studierende immer noch keine Note erhalten haben. Die offizielle Stellungnahme zu den Verzögerungen lautet, dass der Lehrveranstaltungsleiter krankheitsbedingt die Frist nicht einhalten konnte. Dies ist bedauerlich, aber verständlich. Offen bleibt nun die Frage, warum diese Information den POWI Studierenden nicht weitergeleitet wurde. Ratlosigkeit und Demotivation der Studierenden hätten nicht so groß werden müssen. Handelt es sich nun um ein technisches Problem oder um mangelnde interne Kommunikation?
1,2 oder 3?
Die Benotungskriterien der VO „Methoden und Elemente des politikwissenschaftlichen Denkens und Arbeitens“ waren und sind nicht explizit festgelegt. Der größte Teil der Studierenden hat auf die Abschlussarbeit die Note “Gut“ erhalten. Die Abstufungen zum „Sehr Gut“ oder zum „Befriedigend“ (schlechtere Benotungen sind nicht bekannt) liegen in einer Grauzone. Damit die Benotung der anstehenden Arbeiten zur VO „Historische Grundlagen“ für die Studierenden „transparenter“ wird, sind – in Absprache mit dem LV-Leiter – die zentralen Merkmale einer gelungenen Arbeit in der unten stehenden Fact-Box genannt.
Erweiterungscurricula
Wie die Mehrheit der Studierenden bereits bemerkt hat, ist die Situation der Erweiterungscurricula problematisch. Ein Angebot an Curricula fehlt seit zwei Semestern; welches Angebot kommen wird ist genauso unklar wie dessen Inhalt und Umfang; ob die Interessen der Studierenden durch das Curriculum abgedeckt werden ist zweifelhaft; etc. Daher war es uns ein besonderes Anliegen, diesen Sachverhalt noch schnellstmöglich im Gespräch mit der Studienprogrammleitung für Politikwissenschaft aufzuklären. Die im Folgenden beschriebene Situation ist aktuell richtig; es bleibt jedoch zu beachten, dass sie nur während des Übergangs zu einem vollständigen Angebot an Erweiterungscurricula seitens der Studienprogrammleitung gültig ist.
JedeR Studierende hat die Möglichkeit, sich sein/ihr Curriculum selbst zusammen zu stellen. Dabei sind natürlich gewisse Kriterien zu beachten. Grundlegend wichtig ist die Tatsache, dass mindestens zwei Schwerpunkte gewählt werden müssen. Die ECTS-Gewichtung spielt dabei keine Rolle, allerdings wird jedes Curriculum auf eine Schrittfolge von 15 abgerundet (15, 30 oder 45 ECTS). Diese Schwerpunkte sollen nicht als Module verstanden werden; sie sind vielmehr eine freie Auswahl an Fächern, die einem gewissen Schwerpunkt zugeordnet werden können, wie z.B. Sprachen, Recht, Wirtschaft, etc. Damit bietet sich den Studierenden ein großes Spektrum an frei wählbaren, selbst zusammengestellten Curricula.
Bei der Auswahl bleibt lediglich zu beachten, dass ein Konnex zu Politikwissenschaft hergestellt werden kann. Das heißt, dass die besagten Schwerpunkte einen sinnvollen Bezug zu Politikwissenschaft haben müssen, sowie auch die einzelnen Fächer/Lehrveranstaltungen dieser Schwerpunkte einen sinnvollen Bezug zur Politikwissenschaft haben sollen. Hier verbirgt sich natürlich die Gefahr, „falsch“ zu wählen und keine Anrechnung der eigenen Wahl zu bekommen.
Sollten individuelle Interessen tatsächlich sehr „ausgefallen“ sein und dadurch Verunsicherungen auftreten, bietet der VSStÖ-SoWi natürlich gerne beratende Unterstützung an. Vorab sei jedoch erwähnt, dass Erweiterungscurricula nicht aus dem Studium der Politikwissenschaft gewählt werden dürfen.
Anrechnungen...
Zu guter Letzt bleibt noch die Anrechnung selbst zu erwähnen. Diese wird wie gehabt ablaufen. Die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen erfolgt über das entsprechende Institut; wobei beachtet werden muss, dass gegebenenfalls eine Inskription notwendig ist, wenn es sich um eine andere Universität als die Uni Wien handelt. Eingereicht wird schlussendlich nur der positiv absolvierte Schwerpunkt am Institut für Politikwissenschaft. Diese Einreichung erfolgt mittels eines Formulars, das online auf der Homepage der Studienprogrammleitung abrufbar sein wird. Danach sollte einer positiven Anrechnung der Schwerpunkte nichts mehr im Weg stehen.
Natürlich waren diese ersten Informationen nur ein paar Tropfen auf den heißen Stein. Detailliertere Informationen bezüglich des Bachelor-Studiums folgen in der nächsten Ausgabe des „Offensiv“.
Fact Box
- Allgemeine Fragen sind an die Adresse spl.politikwissenschaft@univie.ac.at zu senden. Uns wurde seitens der SPL versichert, dass dieser Adresse künftig mehr Beachtung zukommen wird. Fragen, die konkrete Lehrveranstaltungen betreffen, sollten mit den jeweiligen LehrveranstaltungsleiterInnen geklärt werden.
- Studierende, die den Essay für die VO „Sozialwissenschaften und gesellschaftlicher Wandel: Aktuelle Debatten“ beim ersten oder zweiten Termin abgegeben und keine Note erhalten haben, werden von der Studienprogrammleitung gebeten, den Essay noch einmal als Attachment an die Adresse irene.graf@univie.ac.at zu schicken. Ein Tipp am Rande: Viele E-Mails, landen auf Grund ihrer Domain oft in SPAM-Ordnern. Wer ganz sicher gehen will, bringt den Essay am besten noch einmal in ausgedruckter Form in das Sekretariat für POWI im NIG.
- Die Literaturliste für den zu schreibenden 10-seitigen Essay für die VO „Historische Grundlagen“ ist online unter: spl.univie.ac.at/index.php in der Rubrik „LVW History PR“ zu finden. Zu den Bewertungskriterien zählen: Die „Ausgefallenheit“ des gewählten Textes, ein dokumentiertes Verständnis seines Inhalts, sparsam-sinnvoller Umgang mit Sekundärliteratur sowie persönliche kritische Stellungnahme zum Thema. Zentral ist der explizite Textbezug.

