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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Kommentar der Vorsitzenden: Warum rasen, warum kämpfen?
Wie wahnsinnig durch die Unis rasen, Flyer verteilen, plakatieren und versuchen, mit StudentInnen ins Gespräch zu kommen. So sieht der Alltag von ÖH-Wahlkämpfer_innen aus.
Doch nicht nur die mehr oder weniger geneigte Beobachterin, sondern auch wir selbst fragen uns des Öfteren: Wozu denn eigentlich? Die ÖH kann doch eh nix ändern und viele Studierende interessieren sich weder für die Institution und schon gar nicht für die dazugehörigen Wahlen. Wer sich engagiert, hört oft den Vorwurf, entweder an der eigenen Karriere zu basteln oder einfach naiv und illusionär zu sein.
Doch es gibt Momente, die anders sind. Da sind die Leute, die beim Infostand nachfragen, wie sie zu ihren Beihilfen kommen, da sie ohne weitere finanzielle Unterstützung nicht weiterstudieren könnten. Oft werden dann in der Beratung gemeinsam Wege gefunden, das Problem zu lösen.
Da haben ÖH-Mitarbeiter_innen hunderte Termine in Ministerien, bei Stadträt_innen oder beim Rektorat. Blitzen hundertmal ab, bekommen hundertmal zu hören: „Das ist aus finanzieller Sicht leider nicht möglich.“ Und beim hundertundersten Mal gelingt es dann doch, etwas zu erreichen, wie zum Beispiel, dass in Wien auch WGs Wohnbeihilfe beziehen können. Ein kleiner, schöner Erfolg.
Wegen solchen Momenten werden wir weiterhin tausende Flyer verteilen, stundenlang an Infotischen stehen, x-mal auf die Straße gehen und nicht locker lassen, bis Studierende den nächsten kleinen Erfolg mit uns feiern können.

