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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Die Geschichte der ÖH
Zum Zeitpunkt der Grüdnung der ÖH 1945 gibt es drei Organisationen: FÖST (ÖVP Organisation, wird zu Union, Wahlblock, ÖSU und schließlich AG), VSStÖ (Verband sozialistischer StudentInnen, bis heute!), und die kommunistische StudentInnenorganisation.
Bei den ersten Wahlen 1946 gewann die FÖST, verlor aber in den Jahren an Prozent an den VSStÖ, der vor allem die starken CV-Verbindungen kritisierte. Thema in diesem Zeitraum waren vor allem der Wiederaufbau und die Organisation der Studierenden dabei, die Entnazifizierung bzw. die Zulassung von Studierenden sowie Mensen zur Ernährung der Studierenden.
Die kommunistischen Organisationen verloren in den Folgejahren stark an Bedeutung, der RFS (=Ring freiheitlicher Studenten) gewann an Bedeutung. In den 50er Jahren kam es zur Erhöhung der Studiengebühren und in Folge davon zu den ersten StudentInnendemonstrationen.
In den 60ern wird ein Studienbeihilfegesetz beschlossen. Auch die Entnazifizierung tritt wieder in den Vordergrund. Der Wirtschaftsgeschichteprofessor Borodajkewycz, der CVler war und als Antisemit galt, bekannte sich zur NSDAP und spottete in Vorlesungen über Juden und Jüdinnen – dies war Anlass für Demonstrationen, die zum Mord Ernst Kirchwegers durch einen Burschenschafter führten. An seinen Begräbnis nahmen 25.000 Menschen teil.
1968 verlief international sehr laut – in Österreich allerdings eher klein und leise. Jedoch gab es progressive Bestrebungen, die sich in einer Art Gegen-ÖH darstellten. Die ersten Basisgruppen entstanden. In den siebziger Jahren verloren konservative Organisationen stark an Bedeutung. Zudem schaffte die sozialdemokratische Alleinregierung die Studiengebühren erstmals ab.
Ab den 80ern verlor die ÖSU an Prozent, jedoch gewann die rechts von ihr stehende JES (Junge Europäische Studenten) an Macht. Zudem formierte sich die grüne Bewegung. In den 90ern stellt der VSStÖ die erste weibliche ÖH-Vorsitzende in einem breites Linksbündnis.
Ab 2000 wird die ÖH massiv geschwächt. Das neue UG und eine Änderung des HSG (HochschülerInnengesetz) änderen und entdemokratisieren das Wahlsystem und beschneiden Mitspracherechte der ÖH in vielen Gremien. Studierendengebühren werden unter Schwarz-Blauen wieder eingeführt.
Das führt zu großen und lang andauernden Protesten. Diese sind möglicherweise mit verantwortlich für das spätere Scheitern der rot-schwarzen Gusenbauer-Regierung, der in seinem Wahlkampf die Abschaffung versprach – jedoch nicht einhielt.

