Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

ÖH - Kann mensch das essen?

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ist die gesetzliche Interessensvertretung der Studierenden an Fachhochschulen, pädagogischen Hochschulen und öffentlichen Universitäten in Österreich. Sie wurde 1945 gesetzlich verankert und damit auch fixer Bestandteil der bildungspolitischen Landschaft. Seit Ende 2007 werden von ihr auch die Studierenden an Fachhochschulen vertreten. Damit vertritt sie derzeit über eine Viertelmillion Studierende. Diese Aufgabe wird von über tausend ehrenamtlichen VertreterInnen neben dem eigenen Studium wahrgenommen.

Zusätzlich zur direkten Unterstützung im Alltag durch Beratungen zu Familien- und Studienbeihilfen, Studienrecht oder rechtlicher Unterstützung, ist es nicht nur Aufgabe der ÖH den Studierenden zu helfen sich bestmöglich innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen zu bewegen, sondern auch, diese aktiv zu verändern. Das kann durch Gespräche und Verhandlungen mit LehrveranstaltungsleiterInnen, Instituten, Rektoraten oder ErhalterInnen geschehen. Genauso ist es wesentlich, sich auf Ebene der Gesetzgebung für die Interessen der Studierenden einzusetzen.

Um der Stimme der Studierenden auch in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen, ist es oft wichtig, einen aktionistischen Weg zu wählen. Darüber hinaus wird die ÖH im gesellschaftspolitischen Bereich aktiv und setzt sich für eine gerechtere, offenere und nicht-diskriminierende Gesellschaft ein.

ÖH wählen

Wer uns Studierende vertritt, können wir selbst bestimmen. So finden auf FHs und pädagogischen Hochschulen jährlich, an Universitäten alle zwei Jahre Wahlen in die ÖH statt. Die Wahlen zu den Studienvertretungen (die jeweils eine Studienrichtung repräsentieren) an den Universitäten, sowie alle an den PHs und FHs sind Personenwahlen. Die Universitätsvertretungen (UV) werden über Listen gewählt, wie etwa der VSStÖ eine ist.

Die Bundesebene wird dann von den Universitätsvertretungen be-
schickt. Die Bundesvertretung setzt sich also einerseits aus von den UV-Listen entsandten Studierenden, andererseits von den Vertretungen  der Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen gewählten Einzelpersonen zusammen. Die Bundesvertretung wählt die Exekutive der Österreichischen HochschülerInnenschaft und kann durch Anträge ihre Arbeit mitgestalten.

Diese Regelungen sind im HochschülerInnenschaftsgesetz (HSG) festgeschrieben. Das bedeutet einerseits eine staatliche Legitimation der ÖH und sorgt durch die automatische Mitgliedschaft aller Studierenden für eine finanziell unabhängige Studierendenvertretung.

Im Jahr 2004 hat die schwarzblaue Bundesregierung in die Autonomie der Studierenden eingegriffen: Die ÖH-Bundesvertretung wurde bis dahin direkt gewählt. Das bedeutet, dass alle in der ÖH vertretenen Studierenden neben der lokalen Studienvertretung auch davon unabhängig die Bundesvertretung wählen konnten. Dieses Recht wurde ihnen gegen ihren ausgesprochenen Willen genommen. Ähnlich verlief es auch bei der Einführung des E-Voting für
die ÖH-Wahlen.

VSStÖ @ ÖH

Der VSStÖ hat sich in der Arbeit in der ÖH vor allem der sozialen Absicherung von Studierenden verschrieben. Wir wollen verhindern, dass diejenigen, die über geringere finanzielle Mittel verfügen sukzessive von den Universitäten verdrängt werden. Gleichzeitig sehen wir die ÖH als Institution, die weit mehr erreichen kann als nur Service bereitzustellen – was für uns selbstverständlich ist. Im Sinne eines fortschrittlichen Verständnisses der Gesellschaft muss in unseren Augen auch die ÖH ihren Teil dazu beitragen, die Universität und die gesamte Öffentlichkeit von Sexismus, Faschismus und Diskriminierung zu befreien

Seit 2007 stellt der VSStÖ auf der ÖH Uni Wien gemeinsam mit GRAS und KSV-lili die Exekutive. In den letzten zwei Jahren konnten wir viele unserer Projekte durchsetzen und engagierten uns für bildungs- und gesellschaftspolitische Belangen.

Einen kleinen Tätigkeitsbericht, was wir seit den letzten Wahlen in der ÖH Uni Wien geleistet haben, findest du im Artikel "Done that".

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