Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

Deine Stimme für eine kämpferische ÖH!

Hier findest du unsere allgemeinen Forderungen für die ÖH-Wahl. Ausführlichere Informationen findest du hier: www.vsstoe.at/oeh-wahl-09

Grundstipendium einführen

Das aktuelle Studienbeihilfensystem ist völlig veraltet und geht an der heutigen Lebenssituation der Studierenden völlig vorbei. Es belässt die Studierenden in Abhängigkeit vom Einkommen ihrer Eltern, die vorgeschriebenen Mindeststudienzeiten sind nur für VollzeitstudentInnen (wenn überhaupt) einzuhalten. Wir schlagen deshalb als Lösung die Einführung eines Grundstipendiums von monatlich 770 Euro für alle vor, das mittels einer Vermögensteuer finanziert werden soll.

Studiengebühren für alle abschaffen

Gebühren können nie „sozial treffsicher“ sein – sie stellen vielmehr eine soziale Barriere dar, die die Geldbörse der Eltern zum entscheidenden Kriterium der tertiären Bildung macht. Seit diesem Semester müssen ÖsterreicherInnen und EWR-StaatsbürgerInnen innerhalb einer vorgesehenen Studiendauer keine Studiengebühren mehr zahlen. Doch ÖVP-Wissenschaftsminister Hahn legt das Gesetz zum Nachteil der Studierenden aus, weshalb wir nach wie vor die ersatzlose Abschaffung der Studiengebühren fordern.

Für zeitgemäßes und leistbares Wohnen

Der Schritt in die erste Wohnung ist oft ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Selbstständigkeit – oft jedoch ist dieser mit finanziellen Problemen verbunden. Wenn der Wohnungsmarkt nicht mehr dem Profitstreben großer Immobilienfirmen überlassen, sondern als soziale Aufgabe angesehen würde, könnte der Gestaltungsspielraum auch politisch sinnvoll genutzt werden. Daher fordern wir die Schaffung von ausgehandelten Höchstmieten, die Förderung von alternativen zeitgemäßen Wohnformen und eine strukturelle Integration von Wohnpolitik und öffentlichem Verkehr.

Gegen Zugangsbeschränkungen

Zugangsbeschränkungen sind erwiesenermaßen radikal sozial selektiv. Sie treffen strukturell benachteiligte Gruppen, wie einkommensschwache Schichten, Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund besonders hart. Zugangsbeschränkungen verstärken letztlich nur die Elitenbildung, weshalb wir für den freien und offenen Hochschulzugang eintreten.

Demokratie an die Uni

Der radikale Abbau von Demokratie an den Universitäten in den letzten zwanzig Jahren wurde vom VSStÖ stets kritisiert. Wir wollen diese Entwicklung nicht nur stoppen, sondern mit neuen Konzepten wieder für mehr Demokratie an den Universitäten eintreten. Langfristig wird dafür eine völlige Reorganisation des gesamten tertiären Bildungsbereiches nötig sein, kurzfristig umsetzbar sind allerdings Forderungen wie eine Aufwertung des Senats, eine demokratische Wahl des Rektors/ der Rektorin oder die Abschaffung des Universitätsrats.

Männerseilschaften durchbrechen

Alle höheren universitären Ebenen scheinen nach wie vor resistent gegenüber jungen Wissenschafterinnen zu sein. Lediglich ein Drittel des wissenschaftlichen Mittelbaus ist mit Frauen besetzt, nur 14% der UniversitätsprofessorInnen sind weiblich und eine Rektorin sucht man/frau vergeblich. In diesem Kontext nehmen die organisierten Männerbünde eine besondere Stellung ein, denn ihre Strukturen sowie ihr Auftreten symbolisiert absolute Frauenfeindlichkeit.

Kontrollkommission für Frauenförderung an den Unis

Institutionalisierte Frauenförderung muss ausgeweitet werden – unser Vorschlag ist die Einführung einer Kontrollkommission für Frauenförderung (KKFF). Der KKFF muss der Ort sein, an dem die geschlechtergerechte Budgetverteilung kontrolliert wird, außerdem gebührt ihr die so genannte Einrede bei der unrichtigen Zusammensetzung von Gremien, welche die 50-Prozent-Quote nicht einhalten. Der KKFF ist die frauenpolitische Vision des VSStÖ.

Feministische Wissenschaft garantieren

Wissenschaft wird nicht nur vorrangig von Männern betrieben, sondern ist auch von einer männlichen Sichtweise auf die Welt geprägt. Diese Geschlechterblindheit ist in den vergangenen Jahren ganz besonders im medizinischen Bereich aufgekommen und diskutiert worden, wo es lange Praxis war Medikamente ausschließlich an Männern zu testen. Doch auch in anderen Bereichen ist es wichtig Geschlechteraspekte aufzuzeigen und diese zu einem Pflichtteil aller Studienpläne wird.

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