Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
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Töchterle will Studiengebühren, Schütz zieht mit - nicht mit uns!

Bundesminister Töchterle legte am Montag, den 17. Oktober, ein Rechtsgutachten vor das besagt, dass die Universitäten ab Wintersemester 2012 Studiengebühren in beliebiger Höhe einheben können. Rektor Schütz der MUW hat angekündigt dies rechtlich zu prüfen und einen Studienbeitrag ab besagten Semester (WS12) zu erheben. Über die Höhe schweigt er allerdings.

Finanzielle Gründe sind allerdings laut letzter Studierendensozialerhebung (2009) der Hauptgrund für den Studienabbruch - nicht zu vergessen all jene die sich schon den Studieneinstieg nicht leisten können werden. Schon heute sind Hochschulen sozial selektiv. Viele Studien (unter anderem die «Education at glance 2010» der OSZE) zeigen das Studieren Privileg Kinder reicher Eltern ist und für viele finanziell schwächere Jugendliche der Zugang zu höherer Bildung verwehrt bleibt. Bildung ist ein gesellschaftlicher Wert - es ist eine politische Entscheidung (höhere) Bildung frei zugänglich zu machen und darf nicht den "Betrieben" Universität nach betriebswirtschaftlichen Kriterien verantwortet werden.

Diese Entwicklungen können wir nicht unkommentiert stehen lassen. Der Protest gegen diese Maßnahmen hat schon begonnen. Heute nachmittag haben tausende Studierende für eine echte Ausfinanzierung der Hochschulen und gegen den Vorstoss des Wissenschaftsministers demonstriert. 

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