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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Zug des Lebens
ZUG DES LEBENS
Mittwoch, 20.5. 2009 um 19 Uhr
U16 Juridicum
Beschreibung:
1941 erfahren die Bewohner eines jüdischen Dorfes von den Deportationen der Juden in Konzentrationslager. Um selbst nicht deportiert zu werden, fingieren die jüdischen Einwohner nach einer Idee ihres Dorftrottels eine Deportation ...
Der Film gewann zahlreiche Preise, darunter Publikumspreise in Miami, Cottbus, São Paulo und auf dem Sundance Filmfestival sowie den Anicaflash und Fipresci-Preis beim Filmfestival Venedig.

Das Meer in mir

von Alejandro Amenábar
mit:
- Javier Bardem: Ramón Sampedro
- Belén Rueda: Julia
- Lola Dueñas: Rosa
- Mabel Rivera: Manuela
- Celso Bugallo: José
- Tamar Novas: Javi
- Joan Dalmau: Joaquín
- Clara Segura: Gené
Ramón (Javier Bardem) träumt sich ins Meer, taucht ein und unter, wann immer es ihm die Fantasie erlaubt. Denn er liebt das Meer, auch wenn es ihm fast das Leben nahm. Vor 27 Jahren hatte er einen Unfall, als er in dieses Meer sprang - seither ist er querschnittsgelähmt, ist sein Körper ge-
storben. Und seit 27 Jahren möchte er, dass auch sein Kopf sterben kann. Aber für den Tod würde er Hilfe brauchen - und die versagen ihm Staat und Kirche. Doch Ramón ist fest entschlossen nicht aufzugeben.
Er lebt im Haus seines Bruders, wird gepflegt und umsorgt von seiner Schwägerin Manuela (Mabel Rivera), die nicht immer mit dem Harem einverstanden ist, der sich im Laufe der Zeit um Ramón gebildet hat: die Rechtsanwältin Julia (Belén Rueda), die ihm helfen wird, das Buch „Cartas desde el infierno“ (Briefe aus der Hölle) zu publizieren, Gené (Clara Segura), Vertreterin der „Gesellschaft für Würdiges Sterben“, und Rosa (Lola Dueñas), die Fabrikarbeiterin mit den beiden kleinen Söhnen und dem großen Herzen, die in ihm den Mann fürs Leben sieht und ihm beibringen möchte, dass dieses Leben auch schön sein kann. Alle vier lieben Ramón, betört von seiner Persönlichkeit, seinem Witz, seiner Sanftheit, seiner Klugheit - und Ramón liebt sie alle, auch wenn er lieber sterben möchte. Und er weiß, daß ihm dabei nur der Mensch, der ihn wirklich liebt, helfen wird.
DAS MEER IN MIR beruht auf dem authentischen Fall des Spaniers Ramón Sampedro. Nach einem Badeunfall vom Hals ab gelähmt, lebte er 28 Jahre in totaler Abhängigkeit von der Hilfe anderer und kämpfte öffentlich für sein Recht auf einen selbstbestimmten Tod. Nicht nur sein couragierter Feldzug bis vor das oberste spanische Gericht, sondern auch sein 1996 erschienenes Buch „Cartas desde el in-
fierno“ (Briefe aus der Hölle), eine Sammlung persönlicher Briefe, Petitionen und Eingaben, lösten in seiner Heimat und über die Landesgrenzen hinweg kontroverse Diskussionen aus. Hochsensibel näherte sich der spanische Regisseur Alejandro Amenábar (THE OTHERS) diesem brisanten Thema und schildert in seinem Film DAS MEER IN MIR die ergrei-
fende Geschichte. Er entwirft dabei ein eindringliches Plädoyer für Freiheit und Gerechtigkeit. Mit Javier Bardem (BEFORE NIGHT FALLS), einem Schauspieler, der bereits in vielen Rollen seine außergewöhnliche Begabung für Charaktere in extremen Situationen bewiesen hat, fand er einen kongenialen Darsteller seiner Visionen für einen Film in luziden und schmerzhaft klaren Bildern (Kamera: Javier Aguirresarobe). DAS MEER IN MIR ist ein Film, der gleich-
zeitig lachen und weinen lässt, wie das nur Meisterwerke können.
Bei den 61. Filmfestspielen von Venedig wurde der Film mit dem Silbernen Löwen (Großer Preis der Jury) und Javier Bardem mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet. Auch beim Europäischen Filmpreis 2004 wurde Bardem für seine dar-
stellerische Leistung geehrt und erhielt den Preis als Bester Europäischer Schauspieler. Alejandro Amenábar gewann in der Kategorie Bester Europäischer Regisseur. Außerdem wurde DAS MEER IN MIR für den Golden Globe in den Kate-
gorien Bester Fremdsprachiger Film und Bester Hauptdar-
steller Drama nominiert. Zudem ist der Film heißer Kandidat für eine Oscar-Nominierung als Bester Fremdsprachiger Film.
In Spanien avancierte DAS MEER IN MIR zum absoluten Publikumsliebling und begeisterte dort bis heute schon mehr als vier Millionen Zuschauer.

