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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
„Frauenarchive sind das Gedächtnis der Bewegung“
Das ist das Selbstverständnis des STICHWORT-Archivs. Dem Vergessen entgegenwirken, Bewusstsein schaffen und jedes Detail hervorheben, um Geschichte greifbar zu machen und einen Grundstein für die Zukunft zu legen: das sind zentrale Anliegen von STICHWORT.
Das STICHWORT-Archiv kann nun schon auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Als feministische Bibliothek bietet es Fachliteratur und Belletristik zu vielen Themengebieten rund um feministische Forschung und Frauen- und Lesbenbewegungen an. Besonders gefragt sind die frühen, heute klassischen Werke aus den 60er und 70er Jahren, als noch keineR daran dachte, die damalige Frauenbewegung festzuhalten. Außerdem findet frau hier Graue Literatur (dazu zählen Forschungsberichte, Hochschulschriften etc.), internationale und nationale Zeitschriften, Flugblätter, Plakate, Ton- und Bilddokumente, Protokolle, Broschüren und sogar Demo-Transparente. Das Zeitungsauschnittarchiv deckt die Berichterstattung zu frauenrelevanten Themen von den 70ern bis ins Jahr 2000 überblicksmäßig ab.
Wie es begann
STICHWORT ist ein unabhängiger Verein - Trägerin ist der Verein Frauenforschung - und wurde 1982 gegründet. Begonnen hat der Verein mit einer starken Verbindung zur Universität, gegründet von Studentinnen und Jungforscherinnen in der Berggasse (und damit in direkter Uni-Nähe), um feministischen Forscherinnen in Österreich einen Kommunikations- und Vernetzungsraum zu bieten. Vernetzung ist auch heute noch wichtig: STICHWORT ist u.a. Mitglied bei „frida“, einem Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich, und pflegt ebenso internationale Kontakte.
Besonderheiten und Grenzen
Eine Besonderheit der STICHWORT-Datenbank ist die Einzelerfassung von Aufsätzen und Beiträgen in Sammelwerken, die die Möglichkeit bietet, auch einzelne Artikel nach Schlagworten zu durchsuchen. Eine weitere Rarität ist der feministische Informationsdienst – einem Recherchedienst, bei dem je nach Wunsch Literaturlisten oder Dossiers zu konkreten Themen erstellt werden, Bestellungen und Fernleihen organisiert werden. „Es kommen vor allem Studentinnen, freie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Frauen, die in frauenpolitischen Kontexten verankert sind“, so Margit Hauser, die als Mitarbeiterin des Archivs unter anderem Lehrveranstaltungen zu feministischer Online-Literaturrecherche an der Universität Wien hält. Ein betreutes Suchen in den Beständen, mit kompetenter Beratung, ohne Zeitstress und mit einer vollständigen wissenschaftlichen Bibliothek wirkt im Gegensatz zur oft mühsamen Uni-Bibliothek wie ein feministisches Kleinod, das aber, so schön es ist, mit der Lage bei der U6 Längenfeldgasse nicht unbedingt um die Uni-Ecke liegt – eine Reise dorthin lohnt sich aber auf jeden Fall.
Entlehnung
Prinzipiell gilt: Bücher sind eine Woche lang entlehnbar, zum Preis von 1,50€. Eine Semesterkarte (für alle Frauen) kostet 7€. Die Entlehnfrist kann telefonisch einmal um eine Woche verlängert werden. Pro Buch oder Video muss entweder eine Kaution gezahlt, oder ein Lichtbildausweis hinterlegt werden. Materialien aus dem Archiv sind nicht entlehnbar, ebenso Zeitschriften.
STICHWORT - Allgemeine Infos
Diefenbachgasse 38/1
A-1150 Wien
Öffnungszeiten
Mo & Di 9:00-14:00, Do 14:00-19:00
(für Frauen, Transgender willkommen)
Weitere Informationen unter: www.stichwort.or.at

