Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
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Das Binnen-I hält, was es verspricht

Durch viele Feministinnen hat Geschlechter gerechte Sprache den Einzug in viele Bereiche geschafft. In Vorlesungsverzeichnissen, Stellenausschreibungen oder in Medien wird zunehmend versucht Frauen sprachlich sichtbar zu machen.

Wissenschaftlich wurde schon längst bewiesen, dass durch diese Sprachform eher an Frauen gedacht wird. Dagmar Stahlberg und Sabine Sczesny von der Universität Mannheim haben das in mehreren Studien überprüft und festgestellt.

In einem ersten Versuch befragten sie 46 Studenten und 50 Studentinnen über persönliche Meinungen. Der Fragebogen lag in drei verschiedenen Varianten vor: einmal in einer rein männlichen Form, einmal in neutraler Form und einmal weiblicher und männlicher Form. So wurde also nach „dem liebsten Romanhelden“, „der liebsten Romanfigur“ und „der liebsten Romanheldin und dem liebsten Romanhelden“ gefragt.

Sowohl die weiblichen als auch männlichen Testpersonen gaben häufiger Frauen an, wenn sie in der neutralen oder beide Geschlechter beinhaltenden Form befragt wurden. Auch in einem zweiten Test, bei dem nach drei ModeratorInnen, SängerInnen, PolitikerInnen und SportlerInnen gesucht wurde, führte die Verwendung der rein männlichen Form zu weniger Frauen in den Antworten, als die Geschlechter gerechten Formulierungen. Besonders viele Frauen wurden beim Binnen- I genannt.

"In allen Studien führte der Gebrauch der männlichen Sprachform zu einem geringen gedanklichen Einbezug von Frauen" belegen die beiden Wissenschaftlerinnen die langjährige feministische Argumentation. 

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