Unigruppen

Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

Es ist wirklich erstaunlich.

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In den letzten paar Wochen habe ich keine Gelegenheit ausgelassen um in meinem Umfeld eine Barack versus Hillary-Umfrage durchzuführen. Während sich alle Frauen zu Clinton bekannten, spricht sich eine große Mehrheit der Männer, auch jene, die durchaus als aufgeklärt und progressiv zu bezeichnen sind, gegen Hillary und für Barack aus.

Die Diskussionen, die sich mit diesen Männern ergeben haben, waren in ihrem Verlauf immer ungefähr so: „Ob ein Schwarzer oder eine Frau: Handicaps kann man nicht gegeneinander aufwiegen.“ – „Ja eh nicht.“ – „Außerdem ist die Hillary so konservativ. Die war für den Irakkrieg, ist ja nur die Frau von Bill, und das wichtigste: sie hat nicht den Esprit und das Charisma eines Barack Obama, um wirklich was in Amerika und der Welt zu verändern.“ Na bumm. Stopp: „Die sexistischen Angriffe auf die Frau sind natürlich zu verurteilen.“

Äußert frau dann leichte Bedenken in dieser Beurteilung der Fortschrittlichkeit der beiden KandidatInnen, besteht auf die Wichtigkeit einer frauenpolitischen Programmatik und findet den Popstarkult um Obama eventuell hinterfragenswert, herrscht kurz Schweigen. Bis frau dann den Fehler macht und die Signalwirkung hervorhebt, die eine Vertreterin des vermeintlich schwachen Geschlechtes, noch dazu eine bekennende Feministin, im Oval Office setzen würde. Dann kommt postwendend „Ob ein Schwarzer oder eine Frau: Handicaps kann man nicht gegeneinander aufwiegen.“ – „Ja eh nicht.“

 

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