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Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
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"Change" für alle?

Er löst Jubelstürme aus wie ein Popstar, sie ist die Hoffnungsträgerin vieler Frauen. Die Rede ist von Barack Obama und Hillary Clinton. Beide wollen PräsidentIn der Vereinigten Staaten von Amerika, wollen der mächtigste Mensch der Welt werden.

Auch hierzulande ist die Diskussion um die demokratischen BewerberInnen für die PräsidentInnenschaftskandidatur eine lebhafte. Barack oder Hillary? Viele haben sich längst für ihreN FavoritIn entschieden und beobachten die Vorwahlen in den USA mit großer Spannung.

Der Grund, warum gerade diese Wahlen so viel Interesse hervorrufen, ist einerseits, dass erstmals in der Geschichte eine Frau das Amt der amerikanischen Präsidentin erklimmen könnte, andererseits, dass mit Barack Obama ein neuer Politstar auf der Bildfläche erschienen ist. Um sich ein Bild über die beiden zu machen empfiehlt sich ein Blick auf deren Internetauftritte.

Women for Obama

Hillary und Barack werden von unzähligen Personenkommittees unterstützt. Da Clinton vor allem bei den Wählerinnen punktet, scheint es logisch, dass Obama, um hier Land zu gewinnen, namhafte Frauen um sich schart. Auf seiner Website findet sich so die Plattform „Women for Obama“. Diese Frauen nehmen Hillary Clinton vor allem ihr Stimmverhalten bezüglich des Irakkrieges übel. Sie treten als Ehefrauen und Mütter auf, deren Männer und Söhne im Irak stationiert sind und jeden Tag sterben könnten. Sie vertrauen darauf, dass Obama den Krieg beendet und ein geeintes, neues Amerika erschafft. Clinton werfen sie vor, dass sie das Land spalte, während Obama über Rassen- und Geschlechtergrenzen hinweg den Wandel bringt.

Und die Frauenpolitik?

Viel wurde über das Auftreten der KandidatInnen, ihre Herkunft und ihre Familien diskutiert. Wo aber liegen ihre programmatischen Schwerpunkte? In vielerlei Hinsicht decken sich die Wahlprogramme von Clinton und Obama. Einmal abgesehen davon, dass Baracks Agenda ausführlicher ist als die von Hillary, setzen beide auf die Stärkung der Mittelschicht und haben ausführliche gesundheitspolitische Pläne, die alle AmerikanerInnen in die Krankenversicherung integrieren sollen. Außerdem wollen beide das Bildungssystem verbessern, Armut bekämpfen und die Demokratie stärken. Was sie jedoch substanziell voneinander unterscheidet ist die Frauenpolitik. Während Hillary Clinton diese sowohl in einem eigenen Kapitel thematisiert, als auch immer wieder in andere Themengebiete einfließen lässt, bleibt Frauenpolitik in Obamas Programm, bis auf das Satzfragment „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, gänzlich unerwähnt. Dies ist umso erstaunlicher, als er sich anderen benachteiligten Gruppen wie Homo-, Bi-, Transsexuellen oder SeniorInnen umfassend widmet. Beide KandidatInnen scheinen Potenzial zu haben die ungeliebte Bush-Administration abzulösen und positive Veränderungen zu bewirken. Beide KandidatInnen stehen in Teilbereichen dem amtierenden Präsidenten sehr nahe. Eine von den beiden hat das Zeug dazu für die Frauen etwas zu verändern.

 

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