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Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at
Über den 25. 11.
Der 25. November als „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ wurde 1981 am ersten lateinamerikanischen Frauenkongress proklamiert. Dies geschah im Gedenken an die Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, die an diesem Tag im Jahr 1960 wegen ihres Widerstandes gegen den dominikanischen Diktator Trujillo vom Geheimdienst ermordet wurden.
Seit 1991 gibt es ausgehend von diesem Tag die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, die mit dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember enden. Diese intenationale Kampagne soll uns allen klar machen, dass Frauenrechte als Menschenrechte begriffen werden müssen.
Gewalt gegen Frauen - weltweit.
Überall auf der Welt finden in diesem Zeitraum verschiedenste Aktionen und Veranstaltungen statt, die auf den Kampf der Frauen gegen alle Formen der Gewalt aufmerksam machen und ihn unterstützen.
Der 25. November selbst soll Bewusstsein dafür schaffen, dass die verschiedenen Formen von Gewalt, denen Frauen auf der ganzen Welt tagtäglich ausgesetzt sind, keine Privatsache sind, sondern ein gesellschaftliches Problem darstellen, welches uns alle etwas angeht.
Dies zeigen uns die vorhandenen Zahlen mehr als deutlich: Jede dritte Frau wird laut UNIFEM (United Nations Development Fund for Women) in ihrem Leben einmal vergewaltigt, geschlagen, zum Sex gezwungen oder auf andere Weise misshandelt. Nach Schätzungen leben heute weltweit 135 Millionen Frauen, die genitalverstümmelt worden sind. Bis zu 70% der weiblichen Mordopfer werden von ihrem männlichen Partner ermordet. Jedes Jahr werden rund zwei Millionen Mädchen zwischen 5 und 15 Jahren zur Prostitution gezwungen. Die Liste lässt sich fortsetzen.
Besonders deutlich geht aus den Zahlen hervor, dass Gewalt in der absoluten Mehrheit der Fälle nicht von Unbekannten, sondern von Partnern, Lebensgefährten oder Bekannten ausgeht.
Privatsache?
Obwohl hier ein gesamtgesellschaftliches Problem besteht, fühlen sich viele der mit Gewalt konfrontierten Frauen alleingelassen. Als Begründung für die Gewalttätigkeit der Männer wird nämlich oftmals mit deren schlechter Vergangenheit argumentiert, sodass diese selbst als Opfer erscheinen. Dieses Suchen nach Entschuldigungen für die Täter ist inakzeptabel, da Gewalt gegen Frauen niemals gerechtfertigt ist.
Die wirklichen Gründe für Ausschreitungen gegen Frauen liegen in den unterschiedlichen Machtpositionen, welche die Geschlechter einnehmen. Insbesondere die ökonomische Benachteiligung führt zur Abhängigkeit vom männlichen Partner und macht es den Frauen unmöglich, sich zur Wehr zu setzen oder ihn zu verlassen. Solange diese Situation anhält, können Einrichtungen wie Frauenhäuser das Problem zwar lindern, es jedoch nicht beseitigen.

